
NEWSLETTER #53 (November 2025)
Eigentlich wollte ich im November keinen Newsletter schreiben, aber Ihr wisst ja, wie das mit Sätzen ist, die mit „eigentlich“ beginnen – das dicke Ende kommt immer hintenraus und das bedeutet in diesem Fall, dass es Newsletter #53 schon einen Monat früher gibt als geplant. Und das nur, weil es a) mal wieder meine Pläne durcheinander gewirbelt hat (eigentlich sollte ich jetzt in Paris bei der Paris Photo sein, aber der Eurostar hatte mal wieder etwas dagegen und hat kurz vor Toreschluss einfach mal meine Rückreise storniert) und ich b) ein paar neue Dinge zu verkünden habe und vor allem weil c) ein von mir empfohlenes Crowdfunding-Projekt in wenigen Tagen abläuft (siehe ganz unten).

Beginnen wir mit den erfreulichen Dingen. Vor wenigen Tagen sind die beste Ehefrau von allen und ich aus Venedig zurückgekehrt, wo wir bei november-typischem Venedig-Wetter von 18°C und Sonnenschein einen Workshop mit großartigen Teilnehmern veranstaltet haben. Ein paar der Bilder, die vor und während des Workshops an diesem, einem der interessantesten Orte weltweit, entstanden sind, habe ich in diesem Newsletter verteilt. Vielleicht weckt es ja den Appetit – Annette und ich haben das Hotel bereits für das nächste Jahr gebucht und kehren im November 2026 hier hin zurück. Und dieses „hier“ bezieht sich auf den Lido di Venezia, denn unser Hotel und damit auch unsere Basisstation für unseren Workshop befindet sich NICHT in der belebten Altstadt Venedigs, sondern auf dem Lido – vier Stationen von San Marco mit der Vaporetto Linie 1 entfernt. Ein Katzensprung und trotzdem taucht man hier in eine ganz andere Welt ein – insbesondere in der Nachsaison, in der es in dem ehemaligen mondänen Strandbad Venedigs herrlich ruhig wird. Und das trotzdem (oder gerade deshalb) viele tolle Fotomotive aufweist. Es ist der Mix aus dem ruhigen Lido und der wuseligen Altstadt Venedigs, die den ganz besonderen Charme dieses Workshops ausmacht und wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann HIER weiterlesen: KLICK! Hier findet Ihr auch einen kleinen Videoclip, den die beste Ehefrau von Allen für die Teilnehmer gebastelt hat, vier Teilnehmer, die im Laufe der Woche zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen sind. Dafür habe ich mich bei allen am Ende des Workshops auch ausdrücklich bedankt und ihnen eine kleine Playlist zukommen lassen – den ersten Song aus dieser Playlist möchte ich Euch nicht vorenthalten, denn es strahlt so viel Lebensfreude aus, die man gerade in dieser dunklen Jahreszeit gut gebrauchen kann – gesungen von einem Mann, der in Italien ein nationales Heiligtum ist: Adriano Celentano … (und unbedingt auch die Kommentare unter dem Video lesen! 😜)

Und wenn Ihr Euch jetzt fragt, was „Prisencolinensinainciusol“ eigentlich bedeuten soll … nun, es bedeutet … NICHTS! Es ist ein Kauderwelsch, das wie amerikanisches Englisch klingen sollte und Celentanos Frustration darüber ausdrückte, kein Englisch zu sprechen. Der Song transportiert die Botschaft, dass Kommunikation mehr von Tonfall und Gefühl als von der eigentlichen Sprache abhängt. Ist das nicht eine wunderbare Idee? ❤️ Dabei hat der Song schon 50 Jahre auf dem Buckel …


Ja, Venedig ist wuselig, laut, mitunter hektisch und touristisch. Einerseits. Andererseits muss man nur 100 Meter abseits der „Main Spots“ Markusplatz, Rialto und Accademia-Brücke gehen … und man ist in einer komplett anderen Welt! Gerade im späten Herbst oder frühem Frühjahr. Ein magischer Ort. Auf einmal gar nicht mehr sooo touristisch und viel authentischer. Ruhiger. Leckerer. Und zum Teil erheblich günstiger. Und wenn man klassisch Street fotografieren will, geht man halt dahin, wo sie alle sind. Zu den von Travel Influencern ausgerufenen Hot Spots, wo sie stehen und Selfies machen. Nicht ein, nicht zwei, sondern ganze Strecken. Ein El Dorado für jeden Streetfotografen … :)

A pro pos Workshops: zwei hab ich noch …

1. es gibt einen weiteren Termin für meinen neuen Workshop „21“ in Dänemark im nächsten Jahr! Nachdem der April-Termin innerhalb kürzester Zeit ausgebucht war, habe ich das Haus im September/Oktober 2026 für eine weitere Woche gebucht. Das bedeutet, dass der Workshop ein weiteres Mal vom 27. September bis 4. Oktober 2026 stattfindet und es gibt nur noch 4 freie Plätze, denn die ersten sind von der Warteliste auf den neuen Termin gehüpft. Wer jetzt überhaupt nicht weiss, wovon ich spreche, kann sich hier schlau lesen: KLICK! Schaut Euch die Bilder an, schaut Euch das Video an – dann bekommt Ihr eine Ahnung davon, was Euch erwartet! Annette und ich sind bereits jetzt voller Vorfreude, denn der Workshop, der dieses Jahr das allererste Mal stattgefunden hat, war ein echtes Highlight für uns!
2. NEUES WORKSHOP-KONZEPT
Das, was ich da ab Sommer 2026 regelmäßig einmal im Jahr anbieten möchte, soll nichts weniger werden, als mein wichtigster Workshop für die nächsten Jahre. Vielleicht der einzige Workshop, den ich noch anbieten werde, wenn ich das Rentenalter erreicht habe (und deshalb hab ich ihn auch so konzipiert, dass er in Haan stattfinden kann^^). Seit einigen Jahren weise ich in meinen Vorträgen und andernorts darauf hin, dass ich das Thema Bildauswahl und -sequenzierung für mindestens genau so wichtig erachte wie das Fotografieren selbst. Und dass ich hier einen großen Nachholbedarf im Amateurbereich sehe, wo diese Themen maximal als „notwendiges Übel“ erachtet werden. Nicht umsonst habe ich bei meinem „shoot your own mag“ – Workshop diesem Themenkreis einen breiten Raum gegeben, aber nicht jeder ist in der Lage, einen einwöchigen Workshop zu buchen – sei es aus zeitlichen oder finanziellen Gründen. Hinzu kommt, dass viele bereits über einschlägiges Bildmaterial verfügen, aber eben nicht so recht wissen, was sie damit anstellen sollen. Mit meinem neuen Workshop, für den ich noch keinen gescheiten Namen gefunden habe, will ich genau da ansetzen. Ein ganzes Wochenende geht es mit vier Teilnehmern um nichts anderes als um Bildauswahl, Bildsequenzierung und nicht zuletzt das Layout! Am Ende steht die Produktion eines eigenen Magazins, das im Anschluss bei blurb gedruckt werden kann. Stellvertretend für etwaige andere Pläne, wie zum Beispiel einen eigenen Bildband. Der Arbeitstitel des Workshops lautet aktuell noch „Der große Tisch“, denn an eben so einen werden wir uns treffen und zwei Tage miteinander verbringen. Mit ganz viel Kaffee, Selbstgebackenem von der besten Ehefrau von Allen und Samstag Abend lassen wir alle gemeinsam bei einem Bier o.ä. den Tag Revue passieren. Auf diesem Tisch präsentieren alle Teilnehmer ihre Bilder – und zwar in gedruckter Form. Und aus einem großen Haufen Bilder lassen wir in gemeinsamer Arbeit etwas entstehen, das es Wert ist, in Magazin- oder Buchform für die Nachwelt erhalten zu bleiben.
4 Teilnehmer, 2 Tage, 750,00 Euro inkl. Kaffee und Kuchen. Wer daran Interesse hat, schreibt mir bitte eine Mail an info@ajorns.com. Ende Dezember will ich den ersten Termin fixieren (voraussichtlich Ende Mai 2026) und dann gilt: first come, first serve!

TOUR 2026 / REMINDER / UPDATE
A pro pos Vortragstour: nach der Tour ist vor der Tour und natürlich bin ich auch im nächsten Jahr wieder unterwegs. Im Gepäck einen neuen Bildband und neuen Vortrag. Das klingt allerdings profaner als es ist, denn natürlich will so ein Jahr des doppelten Jubiläums (60. Geburtstag, 10. Bildband) angemessen begangen werden und das es sich um einen „Best Of Porträts“ Bildband mit sehr viel Text handelt, habe ich ganz viele Geschichten zu erzählen. Geschichten von meinen zahlreichen Begegnungen mit wunderbaren Menschen. Und ich freue mich, dass Leica sich wieder bereit erklärt hat, an einigen Stationen den Gastgeber zu spielen und die Organisation zu übernehmen. Die Releaseparty findet am 21. Februar bei Leica in Düsseldorf statt und der erste Vortrag folgt dann Anfang März in Berlin, bevor ich im April bei Leica in Wetzlar sein werde.
WICHTIG: Wer den Wunsch hat, dass ich auch in seine Region komme – und vielleicht sogar eine Idee, wo das Ganze dann stattfinden könnte -, schreibt mir bitte eine Mail! Etliche von Euch haben das bereits getan, aber da ich nächstes Jahr mehr Stationen als in diesem Jahr plane, geht da noch was!

„Radio Jorns“ geht in’s 6. Jahr! Vor wenigen Tagen habe ich die alljährlich fälligen Lizenzgebühren an die GEMA entrichtet und so darf ich Euch ein weiteres Jahr „Musik und Fotografie für Liebhaber“ kredenzen. Ich freue mich und danke allen, die dafür verantwortlich sind – sei es durch Spenden oder durch ganz viel Zuspruch in Form von Zuschriften, die mich auf ein Neues veranlasst haben, weiterzumachen! DANKE! 🙏🏻
Oh, ich muss langsam zum Ende kommen, denn soeben fährt die Spedition vor … was kann die nur von mir wollen …?


Mehr Infos gibt’s im Dezember-Newsletter … versprochen! Die beste Ehefrau von Allen und ich haben jetzt erst mal drei Tage Arbeit mit Auspacken, nummerieren, signieren, Print dazu packen, Begleitkarten schreiben und das Ganze wieder verpacken. Nur gut, dass gestern die Lebkuchen aus unserer Lieblings-Lebkuchenbäckerei Frank in Arzberg gekommen sind. Seit fast 30 Jahren bestellen wir da unsere Lebkuchen – damals hatten sie noch keine Webseite und bestellen musste man per Fax … (wenn Ihr bestellen wollt: DIE HIER sind die Besten! 😜)
PS: eines muss ich doch noch kurz zu UNSEEN schreiben … ich hab ja schon mal zart angedeutet, dass es sich bei dem Jubiläums-Bildband um eine Art „Best of“ aus lauter bisher unveröffentlichten Material handelt (keines der Porträts ist bisher in einer meiner Print-Publikationen zu sehen gewesen) und jetzt lese ich gestern, dass die Pet Shop Boys nächstes Jahr auf Tour gehen und sie beabsichtigten, auf sämtlichen Konzerten dieser Tour keinen einzigen ihrer zahlreichen Hits zu spielen, sondern ausschließlich Songs von B-Seiten, vergessene Albumtitel oder noch nie bei Konzerten gespielte Songs! Donnerwetter! Dass sich sogar die Pet Shop Boys von mir inspirieren lassen, macht mich dann doch ein klein wenig stolz … 😜
Abschließend habe ich noch eine Empfehlung für Euch: ich bin vor ein paar Tagen über das Crowdfunding von Beate Knappe, einer Fotografin aus Düsseldorf gestolpert und ich war einerseits sehr angetan von dem, was sie da plant und andererseits betrübt zu sehen, wie wenig erfolgreich das Ganze läuft – nach knapp zwei Monaten waren dort gerade mal 593 Euro durch Buchvorverkäufe realisiert. Hier geht es zum Projekt:

Den ein oder anderen mag jetzt vielleicht stören, dass als primäres Nachhaltigskeitsziel der Crowfunding-Kampagne „Geschlechtergleichheit“ deklariert ist und Beates Buchprojekt feministisch daher kommt, aber dazu kann ich nur zwei Dinge sagen: es ist (leider) wichtig, dass es solche Projekte, solche Statements gibt, die Fotografinnen ermutigen, mehr aus dem Schatten zu treten, denn noch immer sind sie vielerorts in der Wahrnehmung unterrepräsentiert (völlig zu Unrecht) und zweitens sollte das Niemanden davon abhalten, dieses Projekt zu unterstützen, denn hier werden 60 Jahre (!) fotografisches Leben dokumentiert (in Text und Bild) und es wäre tragisch, wenn es nicht realisiert werden kann, denn ich bin überzeugt davon, dass Beate eine Menge Interessantes zu erzählen hat. Wir haben uns vor Jahren einmal kurz getroffen und ich kenne einige ihrer Bilder und schon damals dachte ich, dass es seltsam sei, dass diese Bilder (und ihre Geschichten dazu) nicht von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
Beate weiß nichts davon, dass ich in meinem Newsletter Werbung für ihr Projekt mache – wir haben seit damals keinen Kontakt mehr. Lasst sie uns überraschen und ihr Crowdfunding noch einmal richtig durchstarten – vielleicht benötigt der ein oder andere von Euch ja noch ein Weihnachtsgeschenk. Ansonsten seht es als Weihnachtsgeschenk für Beate. Ich persönlich habe auch schon den Weihnachtsmann gespielt … 🎅🏻
In diesem Sinne: genießt die Vorweihnachtszeit und versucht sie, so ruhig und besinnlich zu gestalten. Ich melde mich entweder kurz vor oder kurz nach Weihnachten wieder bei Euch – ich würde Euch dann nämlich gern an MEIN Projekt erinnern, dessen Vorverkauf am Neujahrstag startet … ;)
Ich wünsche Euch alles Gute – vor allem natürlich Gesundheit! Haltet die Ohren steif und bleibt mir, der besten Ehefrau von allen (und Elwood) gewogen! 🫶🏼
Euer Andreas
PS: Übrigens: auch dieser Newsletter kommt wieder komplett ohne KI aus, weshalb ich mit Fug und Recht die beiden Badges von ai-free.io nutzen darf. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, sollte mal deren Webseite ansteuern (Klickt einfach auf eines der Badges!).


PPS: wer Zugriff auf die bisherigen Newsletter haben möchte, wird HIER fündig! Beginnend mit Folge #14 vom März 2020 Auch dieser Link wird selbstverständlich regelmässig gewechselt. Links, mit denen ich mir übrigens immer sehr viel Mühe gebe …^^
Wenn Ihr mich bei meinen Projekten wie „Radio Jorns“ und „einBlick“ unterstützen möchtet – Projekte, die ich auch weiterhin für alle Interessierten unentgeltlich zur Verfügung stellen möchte und für die ich auch weiterhin auf Werbekooperationen verzichten werde – könnt Ihr dies mit einer kleinen Spende tun. Jeder Euro hilft. Vielen Dank!



