Als ich Anfang 2025 erstmals von Klaus Tykwer in seiner Funktion als Stabsstellenleiter der Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung innerhalb der Diakonie RWL gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, ein fotografisches Projekt zum Thema „sexuelle Gewalt“ zu initiieren, das auf dem Kirchentag 2027 in Düsseldorf präsentiert werden soll, habe ich zunächst gezögert. Zu groß waren anfänglich meine Bedenken.
Nach ein paar Monaten des Nachdenkens und der Zusicherung der völligen künstlerischen Freiheit habe ich mich entschlossen, mich diesem wichtigen Thema zu widmen und ihm bis auf weiteres alles andere unterzuordnen. Kein Urlaub und keine Einzelcoachings in 2026 – neben den bereits festgelegten Terminen keine weiteren Workshops. Nur meine UNSEEN Vortragstour und das neue Projekt, das den Arbeitstitel #sagmirwann trägt und das in einen Bildband und diverse Ausstellungen münden wird. Bildband und Ausstellungen, die zu Diskussionen anregen sollen und mit ein wenig Glück Prozesse in Gang bringen, die an unterschiedlichen Stellen zu Veränderungen führen. Veränderungen, die dringend erforderlich sind.
Ende 2026 werde ich den Bildband zunächst kirchen-intern präsentieren und dann anlässlich meines MeetUp auf Usedom im Dezember eine erste Ausstellung machen. Anfang 2027 erscheint der Bildband dann für die Öffentlichkeit und ich werde an ersten Podiumsdiskussionen zum Thema teilnehmen. Im Mai 2027 wird das Ganze dann beim Kirchentag in Düsseldorf präsentiert. Mit Ausstellungen, Vorträgen und Diskussionen. Mit Veranstaltungen, die (hoffentlich) weit über den Kirchentag hinausgehen und andauern.
#sagmirwann wird keine klassische Reportage. Keine Dokumentation von und mit Betroffenen, sondern eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema. Wer meinen Bildband „Im Jahr des Drachen“ kennt, bekommt eine Ahnung davon, in welche Richtung das Ganze gehen wird.
