F: David L. Becker
 
 
Mitte Dezember. Zeit für den letzten Newsletter des Jahres aus dem Hause Jorns. Mit einem Video habe ich meinen Newsletter noch nie begonnen, aber diesmal macht es Sinn, denn das, was Ihr da oben seht, sind Impressionen vom 5. „aj“ MeetUp auf Usedom, das Anfang Dezember stattgefunden hat. Diesmal mit musikalischen (Sarah Bugar) und literarischen „Acts“ (Bob Sala), die eine unfassbare Bereicherung waren für das MeetUp. Der krönende Abschluss eines „komischen“ Jahres, wenn man so will – aber dazu später mehr.
 
Tatsächlich stellt das MeetUp mittlerweile stets den fotografischen Jahresabschluss für mich dar. Danach kommt nichts mehr – abgesehen von der unvermeidlichen Schreibtisch-Arbeit. Ansonsten ist spätestens zu Beginn des letzten Quartals alles fokussiert auf diese Veranstaltung, die mir an’s Herz gewachsen ist und die diesmal so großartig war wie eigentlich noch nie. Was für ein schönes Event! Und mit ca. 120 Teilnehmer*Innen haben wir jetzt offensichtlich auch die richtige Größenordnung gefunden. Nicht zu wenig, aber vor allem nicht zu viel. Daher gibt’s für das 6. MeetUp von vornherein auch nur noch 120 Tickets (voraussichtlich ab August/September 2023), damit es so schön kuschelig-familiär bleibt wie dieses Mal. Bleibt einfach regelmäßig bei meinem Newsletter dabei – dann verpasst Ihr nicht den Zeitpunkt, an dem die Anmeldungen starten.
 
Ist es nicht komisch, dass das Jahresende irgendwie immer eine Zäsur darstellt oder geht nur mir das so? Eigentlich könnte man ja sagen „okay, da gibt’s ein paar Feiertage und dann geht’s auch schon wieder weiter wie bisher – insofern eigentlich nix anderes als Ostern“ … und trotzdem fühlt es sich anders an und irgendwie bin ich auch froh, dass ich an Silvester das Kapitel abschließen und mich neuen Dingen widmen kann. Es ist jedes Mal wie ein neuer Aufbruch – diesmal vielleicht sogar fast ein wenig mehr als sonst …
 
Das Jahr 2022 war „komisch“ hab ich oben geschrieben. Und eigentlich ist das die Untertreibung des Jahrhunderts. Niemals hätte ich geglaubt, dass all das, was passiert ist, in ein einziges Jahr passt. Neuer Bildband, fünf Ausstellungen, zwei MeetUps (inkl. des „außerordentlichen“ MeetUps im März als Nachholtermin), drei Workshops auf Usedom, zwei Workshops für Leica in Nürnberg, unzählige Coachings im gesamten deutschsprachigen Raum – kein Wunder, dass ich abgesehen von meinem „LUCID DREAMS“ Projekt eigentlich kaum zum Fotografieren gekommen bin (aber das soll und wird sich ja in 2023 ändern – siehe meinen letzten Newsletter). Die wirtschaftlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen waren herausfordernd. Milde formuliert. Nicht wenige Kollegen und Kolleginnen aus dem Kunst- und Kulturbereich sind auf der Strecke geblieben und das stimmt mich sehr traurig. Da wo sich die dunklen Wolken an der einen Seite langsam auflösen (Covid), sind sie anderer Stelle mit noch größerer Vehemenz aufgetaucht (Ukraine-Krieg, Energiekrise) …
 
Ich bin dennoch dankbar. Für die beste Ehefrau von Allen an meiner Seite, dafür, dass wir beide gesund sind und dass ich noch immer das machen kann, was mir am meisten Spass macht. War es ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr – angesichts der tollen Dinge, die ich oben aufgelistet habe? Au contraire, mes amis … aber ich glaube, das brauche ich insbesondere Denen nicht erklären, die selbst von der Fotografie leben – für alle anderen gilt: lasst Euch nicht von der öffentlichen Wahrnehmung täuschen – hätte ich Bildband und Ausstellungen nicht gemacht, hätte ich jetzt mehr Geld auf dem Konto. Aber wie sagte schon der große deutsche Philosoph Lothar Matthäus? „Wäre, wäre, Fahrradkette!“ … Recht hat er! Und außerdem war es extrem wichtig für meine Weiterentwicklung (denn wer sagt, dass man sich in meinem Alter nicht mehr weiterentwickeln kann?^^). Und überhaupt … wie hat mein Oppa immer gesagt? „Hinten sind die Enten fett“ Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass sich alles fügt, wie es soll …
 
PS: Wenn ich schon bei einem Jahres-Fazit bin, hätte ich doch beinahe ein richtiges Highlight vergessen: ich habe die letzte Hochzeit meines Lebens fotografiert! Nämlich die meiner Tochter! Nee, watt war das schön …^^
 
 


 
 
Blicken wir auf das nächste Jahr: das wird super! Denke ich. Auf alle Fälle freue ich mich drauf! Ich werde wieder mehr schreiben und vor allem viel mehr fotografieren! Ganz ohne den Druck einer Veröffentlichung. Als Ausgleich dafür habe ich meine neue Blog-Reihe „Aus meinem Nähkästchen“ gestartet, von der es (seit gestern) bereits zwei Folgen gibt. Einmal im Monat gebe ich Einblick in meine Arbeiten, garniert mit einem mehr oder weniger launigen Text. Schaut doch mal rein – ich finde, die ersten beiden Folgen sind schon mal ganz gut gelungen (und tatsächlich hat es ziemlich viel Spass gemacht, in mein Archiv zu tauchen und vieles zum ersten Mal überhaupt an’s Licht der Öffentlichkeit zu zerren). Und wer weiß? Vielleicht mache ich im Jahr 2025 nach 25 Folgen ein Buch draus – gedruckt ist’s ja immer noch ein bißchen schöner … *seufz
 
Aber auch wenn ich nächstes Jahr mal keinen Bildband veröffentliche – eine Ausstellung wird es trotzdem geben und nicht nur das: wie es aktuell aussieht, werden es sogar derer DREI …!
 
 

 
 
Im Juni 2023 komme ich endlich (!) mit einer Ausstellung nach Österreich – konkret: nach Linz! Der Termin steht schon lange fest (15. Juni bis 13. Juli) und jetzt ist auch final entschieden, was genau ich dort präsentieren werde: die Ausstellung wird „LUCID DREAMS EXTENDED“ heißen und ist eine Fortschreibung der Ausstellungen, die der ein oder andere von Euch vielleicht in Köln, Trier, Beierstedt oder Zinnowitz gesehen hat. So viele Motive wie an keinem anderen Standort UND (ganz wichtig!) … Anna und ich werden erstmals Bilder zeigen, die erst nach Druckabgabe für „Lucid Dreams“ entstanden sind, definitiv aber zu unserer Geschichte gehören. Ich glaube, das wird sehr spannend …
 
Und im Oktober 2023 gibt es erstmals eine Ausstellung in Süddeutschland von mir: von Oktober 2023 bis Januar 2024 zeige ich meine Arbeiten in der Leica Galerie in Nürnberg! Was genau ich dort präsentiere, kann/will ich derzeit noch nicht verraten, aber es wird definitiv anders sein als dieses Jahr in der Leica Galerie in Düsseldorf!
 
Und wer jetzt mitgezählt hat, wird bemerken, dass ich erst zwei Ausstellungen aufgelistet habe … und das ist tatsächlich so. ;) (mehr dazu vielleicht im übernächsten Newsletter)
 
Was gibt’s noch im nächsten Jahr? Mein „shoot your own mag“-Workshop geht 2023 tatsächlich in’s 6. Jahr! Was im März 2018 mit einem „Testballon“ begann, entpuppte sich als große und nachhaltige Erfolgsgeschichte. Sowohl hinsichtlich der Nachfrage als auch bezüglich des Spass-Faktors bei den Teilnehmer*Innen und mir. Und wenn ich den Markt so überblicke, scheint es so, dass es noch immer kein vergleichbares Angebot gibt (was mich dann doch ein wenig stolz macht). Die beiden Termine im Februar und November 2023 sind bereits seit Längerem ausgebucht, aber ich werde in Kürze noch einen dritten Termin hinzufügen. Wer daran interessiert ist, kann sich gern auf die Interessenten-Liste eintragen lassen (per Mail an info@ajorns.com), die ich dann wenn es soweit ist, in der Reihenfolge des Maileingangs abfrage. Infos zum Workshop inkl. ein paar Filmclips findet Ihr auf meiner Webseite (unter „Coaching + Workshops„)
 
 


 
 
Wo wir schon bei meiner Webseite sind, wo ich all das, was ich so schreibe (Blog) und spreche („Radio Jorns“) zusammentrage, sei mir der Hinweis erlaubt, dass ich (nach gefühlt 100 Jahren) ENDLICH auch mal die Startseite mit dem Portfolio überarbeitet habe. Das war doch noch auf einem ziemlich veralteten Stand, wie ich finde, und hat nicht mehr so richtig repräsentiert, was ich vor allem in den letzten 2-3 Jahren gemacht habe. Zu finden sind jetzt also 61 Bilder, die man in Passepartout-Ansicht in Ruhe durchklicken kann. Warum sind es 61 Bilder? Wer mich kennt, weiss: es MUSS eine ungerade Zahl sein! Und wenn die Quersumme dann noch meine Glückszahl ergibt, bin ich dann auch zufrieden … (dass ich manchmal etwas komisch bin, habt Ihr sicher schon bemerkt, oder?)
 


 
 


 
 
A pro pos „Passepartout“-Ansicht: diese Form der Präsentation meiner Bilder habe ich natürlich deshalb gewählt, weil sie an die Präsentation in einer (meiner) Ausstellung erinnert. Was mich zu meinen limitierten Silbergelatineprints auf echtem Barytpapier führt, die ich endlich wieder auf meiner Webseite anbiete. Während der Ausstellung in der Leica Galerie in Düsseldorf hatte ich den Print-Webshop offline geschaltet und weil das damalige Angebot (auf relativ wenige Motive) zu eingeschränkt war, habe ich es in anderer Form wieder aufleben lassen. Neu ist, dass die Bilder in vier (!) verschiedenen Formaten zu haben sind (wobei es bei der formatübergreifenden Limitierung auf 10 Exemplare + 1 artist copy bleibt) und vor allem, dass mit wenigen Einschränkungen SÄMTLICHE meiner Bilder als Silbergelatine-Print geordert werden können (Gyclée-Prints, die Ihr direkt aus einer Ausstellung heraus kauft, gibt’s meist zu einem günstigeren Kurs – einfach mal anfragen!). WICHTIG: sämtliche Prints werden inklusive (!) Passepartout und hochwertigem HALBE®-Rahmen geliefert! Als Belohnung für alle, die bis hierhin interessiert gelesen haben, gibt es für alle Print-Bestellungen bis zum 31.12.2022 200,00 Euro Rabatt, wenn Ihr bei Eurer Bestellung „slbrprnt2022“ angebt (der Gutschein-Code ist absichtlich zwischen all dem Text versteckt ;)).
 
 


 
 
Abschließend erlaubt mir noch eine Empfehlung für ein Weihnachtsgeschenk auszusprechen, verbunden mit einem Buch-Tipp. Und das Schöne ist, dass man damit auch noch etwas Gutes tut – für Menschen in Not und für die Umwelt: Volker Liebig hat einen Bildband über die „Gastrosophen“ gemacht, die seit vielen Jahren ehrenamtlich für Obdachlose und andere Bedürftige kochen und das auf Spitzenniveau – aus Lebensmitteln, die ansonsten im Müll gelandet wären. Ein toller Bildband mit Text in englischer und französischer Sprache mit einem tollen Hintergrund und der komplette Erlös des Buches geht an die Gastrosophen, da Volker die Druck- und Gestehungskosten des Bildbands in voller Höhe selbst übernommen hat. Ich finde, so viel Engagement (sowohl bei ihm als auch bei den Protagonisten*Innen des Bildbands) gehört gewürdigt, weshalb ich mich freuen würde, wenn mein Beitrag hier noch die ein oder andere Bestellung bei Volker auslöst. Mehr Infos und die Möglichkeit zur Bestellung findet Ihr auf Volkers Webseite oder schickt ihm eine Mail an contact@vliebig.photo (gern auch in deutscher Sprache).
 
Jetzt bleibt mir nur noch, mich für Eure Treue und Unterstützung zu bedanken und Euch Allen ein geruhsames und friedliches Weihnachtsfest zu wünschen! Kommt gut rüber in’s Neue Jahr; denn das wird bestimmt super! Die beste Ehefrau von allen und ich werden es ganz traditionell bei gutem Essen und Trinken und Live-Konzerten auf 3Sat feiern …
 
 
In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif und bleibt mir gewogen!
 
 
Cheers!
Euer Andreas
 
 
PS: wer Zugriff auf die bisherigen Newsletter haben möchte, wird HIER fündig! Beginnend mit Folge #14 vom März 2020 Auch dieser Link wird selbstverständlich regelmässig gewechselt. Links, mit denen ich mir übrigens immer sehr viel Mühe gebe …^^