Der Oktober ist „der April des Herbstes“ hörte ich vor wenigen Tagen einen Meteorologen im Radio sagen. Man weiss nie so recht, was man bekommt – ganz so wie bei der berühmten Pralinenschachtel von Forrest Gump. Während ich dies hier schreibe, scheint die Sonne in mein Büro und ich ahne bereits jetzt, dass ich in Kürze die Tastatur beiseite legen und einen kleinen Spaziergang in die Stadt machen werde, um einen der letzten Outdoor-Kaffees in diesem Jahr zu geniessen und den Akku etwas aufzuladen.
 
Bei mir ist es die Ruhe vor dem Sturm – eigentlich ist es die kurze Ruhe zwischen vielen Stürmen in diesem Jahr, denn so aufreibend war es selten. Gerade stelle ich fest, dass ich in den nächsten vier Wochen genau drei Tage zu Hause bin, aber bevor der ein oder andere Mitleid bekommt: in Kürze geht’s für fünf Tage nach Venedig. Schauen, ob die Lagunenstadt immer noch die gleiche Faszination auf mich ausübt wie all die Male zuvor (und Vorbereitungen treffen für die geplanten Fotoreisen hierher). Die Kamera ist dabei, wenn ich gemeinsam mit der besten Ehefrau von allen durch die engen Gassen laufen werde und das ist schon eine kleine Besonderheit, denn ansonsten blieb die Kamera in den letzten Jahren eigentlich immer zu Hause, wenn wir in den Urlaub gefahren sind. Häufig einfach, weil mein fotografisches Auge auch mal eine Pause brauchte. Nur fotografiere ich seit Monaten derart wenig, dass ich eher das Gegenteil verspüre … endlich mal wieder fotografieren! Verrückte Zeiten fürwahr – und ich habe auch gewisse Konsequenzen daraus gezogen …

…eine davon lautet: 2023 werde ich erstmals seit vielen Jahren keinen Bildband o.ä. publizieren!
 
DER WEG IST DAS ZIEL
Anfang Januar 2023 starte ich eine Reise, die mich durch ganz Deutschland führen wird. Dahinter steckt ein Projekt, das keines sein will; denn es ist eine Reise ohne konkretes Ziel. Vielleicht freue ich mich auch deshalb ganz besonders auf diesen WEG. Nach vielen Jahren mit jeweils mindestens einer Print-Publikation, die mein Wirken mehr bestimmt haben, als mir lange bewusst war, will ich mich treiben lassen.
 
 

 
 
Natürlich habe ich die ein oder andere Idee, nur will ich über das, was ich zu fotografieren beabsichtige, nicht viele Worte verlieren. Nur so viel, dass ich ein Jahr lang unterwegs sein werde. 12 Monate werde ich durch Deutschland reisen und dabei möglichst viele Orte aufsuchen. Natürlich bin ich regelmässig zuhause (allzu lange kann und will ich nicht getrennt sein von der besten Ehefrau von allen) und es gibt auch ein paar wenige Termine, für die ich Deutschland verlasse (Urlaub, Ausstellung in Österreich etc.), aber ich werde so viel wie möglich Zeit für meinen fotografischen Roadtrip durch Deutschland verwenden. Ganz ohne Hektik und Hetze, denn ich plane für die allermeisten Stationen mehrere Tage oder auch mal eine ganze Woche ein.

Neben meinem fotografischen „Nicht-Projekt“, dem ich in der Hauptsache nachgehen werde, kann man mich während dieser Tour buchen, und zwar für Coachings, Workshops und (erstmals seit vielen Jahren wieder) auch für Fotoshootings! Anbieten werde ich all dies zu Sonder-Konditionen, die ausschließlich während dieser Tour und nur während meines Aufenthaltes in der jeweiligen Region gelten!
 
BUCHUNG / KALENDER
Damit Ihr wisst, wann ich wo bin und ob ich noch freie Termine habe, gibt es ab sofort einen Kalender auf meiner Webseite: hier pflege ich alle Stationen meiner Reise ein, sobald sie mir bekannt sind. Diese Stationen sind bewusst allgemein gehalten – ich gebe also nicht immer einen konkreten Ort, sondern häufig auch nur eine Region bekannt. Denn ich will nicht nur die Metropolen bereisen, sondern auch deren Umland. Insofern ist es kein Ausschlußkriterium für eine Buchung, auf dem platten Land zu wohnen – ganz im Gegenteil!
 
COACHING/WORKSHOP
Für ein Einzel-Coaching oder einen Workshop (mit max. 4 Teilnehmern) könnt Ihr mich für 995 Euro plus Abendessen buchen (ohne Modelhonorar; wenn Ihr selbst kein Model habt, kann ich mich darum kümmern – die Kosten kommen dann entsprechend hinzu).
 
FOTOSHOOTING
Ein dreistündiges Fotoshooting (inkl. Kaffeetrinken – der Kaffee geht auf Euch) könnt Ihr für 595 Euro bei mir buchen (inkl. 5 Bilder zum digitalen Download). Weitere Einzelheiten auf Anfrage.
 
Ihr könnt mir jederzeit (auch bereits jetzt) Euer Interesse an einem Coaching/Workshop bzw. Shooting mitteilen (per Mail an info@ajorns.com) – die Planungen für die Tour sind im ständigen Fluss und ich passe sie ggf. an die Nachfrage an. Wichtig auch: ich werde voraussichtlich max. zwei Buchungen pro Aufenthalt annehmen, um genügend Zeit für mein Projekt zu haben – insofern gilt: first come, first run!
 
 


 
 
BLICK IN’S NÄHKÄSTCHEN
Auf meiner Reise werde ich viel fotografieren, aber auch schreiben. Ich habe mir fest vorgenommen, an meinem Buch weiter zu schreiben, bei dem ich bis auf Vorwort und einem kümmerlichen Kapitel noch nicht allzu viel vorzuweisen habe. Und ich gehe wie bereits im letzten Newsletter angekündigt wieder unter die Blog-Schreiber. Ab November gibt’s einmal im Monat einen Blick in mein fotografisches Nähkästchen und den Teaser für diese neue Blog-Reihe habe ich gestern geschrieben – schaut doch mal rein: KLICK!
 
 

 
 


 
 
DIE ZUKUNFT VON RADIO JORNS
Jetzt höre ich förmlich den ein oder anderen seufzen, dass sich all das dann ja wohl auch auf „Radio Jorns“ auswirken wird und das ist tatsächlich auch so. Aber nicht so, wie Ihr denkt: natürlich gibt’s mein Podcast-Radio auch weiterhin – aber eben von unterwegs. Genau dafür werde ich noch in entsprechendes Equipment investieren, das mir der Kollege Michel Birnbacher am vergangenen Workshop-Wochenende in Nürnberg unter die Nase gehalten hat. Da werde ich sicher demnächst mal etwas in „Radio Jorns“ zu erzählen. Wenn alles gut geht, wird Folge #62 schon Ende nächster Woche „on air“ gehen …
 
 


 
 

 
 
ALKERSUMER MUSEUMSNACHT … MIT MIR!
Aber noch bin ich ja hier … Ende November geht’s – kurz vor dem MeetUp auf Usedom – noch mal nach Föhr. Ein vorerst letztes Mal, zumindest in offizieller Mission als ausstellender Künstler bin ich vom Museum Kunst der Westküste (MKdW) zur „Alkersumer Museumsnacht“ am 25. November eingeladen. Dieses Event ist dann gleichzeitig auch schon fast der Schluss-Akkord für meine „INSELJUGEND“-Ausstellung, die am 27. November nach fast einem Jahr (!) Laufzeit zu Ende geht. Wahnsinn … einfach verrückt … die Zeit ist so schnell vergangen und ich freue mich sehr, zum Abschluss noch einmal ganz viele netten Menschen im MKdW begrüssen zu können! Wer Lust und Zeit hat, möge einfach dazukommen! Es gibt Sonderführungen und viele andere tolle Veranstaltungen und das Ganze kostet an diesem Abend (von 18-23 Uhr!) KEINEN Eintritt! Hier geht’s zur Veranstaltungsseite: KLICK!
 
 


 
 

 
 
MEET-UP 1.-4.12.2022 AUF USEDOM
A pro pos MeetUp: bald ist es endlich wieder soweit – knapp über 100 Fotografie-verrückte Menschen kommen auf Deutschlands östlichster und sonnenreichster Insel zusammen, um Spass zu haben und sich selbst zu feiern. Und weil das Bessere des Guten Feind ist, habe ich mir für mein 5. MeetUp überlegt, dass es statt Vorträgen dieses Mal (von mir moderierte) Podiums-Diskussionen zu verschiedenen Themen gibt, in die wir alle Interessierte einbinden wollen. Weniger Frontbeschallung und mehr „Miteinander“ – im wahrsten Sinne des Wortes. „Immer größer, immer kommerzieller“ – das war nie mein Bestreben, aber manchmal verselbständigen sich die Dinge und da muss man da hier und da ein wenig gegensteuern. Übersichtlich und „kuschelig“ – so mag ich es und nur so können es die beste Ehefrau von allen und ich auch vernünftig händeln, ohne von einem Ort zum anderen zu hetzen (denn viel lieber sitze ich mit den Teilnehmern zusammen, um mit ihnen über Gott und die Welt zu philosophieren, in Bildbänden zu wälzen und sich gegenseitig zu inspirieren.
 
Wenn ich übrigens oben erwähnte, dass es dieses Mal keine Vorträge gibt, stimmt das nicht so ganz, auch wenn es ganz sicher kein typischer Vortrag wird, aber ich freue mich wirklich extrem, dass mein lieber Freund Marvin – den meisten von Euch besser bekannt unter seinem Künstlernamen Bob Sala – im Dezember mit an Bord ist und etwas Unterhaltsames, Launiges … und einfach Großartiges für uns mit im Gepäck hat.
 
Und natürlich werfen wir nicht alle Errungenschaften der letzten Male über Bord – auch im Dezember wird es eine Ausstellung geben und ich habe es mir nicht nehmen lassen, anlässlich meines neuen Bildbands „LUCID DREAMS“ dieses Mal selbst und ausschließlich auszustellen (begleitet von der großartigen Ausstellung „72“ meines lieben Freundes Jürgen, dessen Bilder hängen bleiben und aber durch einen kleine erläuternde Broschüre ergänzt werden). Lasst Euch überraschen!
 
Wer jetzt super-kurzfristig doch noch mit dabei sein will, kann dies tun, wenn er sich bei mir bis Ende der Woche anmeldet und anschließend bis nächste Woche Freitag (28.10.) bezahlt. Anschließend geht die Teilnehmerliste an’s Hotel und dann geht wirklich NICHTS mehr (und nein – dieses Jahr mache ich KEINE Ausnahmen!).
 
 


 
 
LUCID DREAMS – DIE AUSSTELLUNG
Gerade eben sprach ich noch von der Ausstellung, die Euch auf Usedom erwartet (und die dort bis Mitte 2023 hängen wird!) und jetzt kommt eine kurze Nachbetrachtung auf die Ausstellungen, die bereits hinter uns liegen (oder aktuell noch laufen): am Freitag geht die dreiwöchige Ausstellung im Kulturhaus am Heeseberg von meinem lieben Freund Michael Günther zu Ende. Michael hat sich mit dem Kulturhaus einen lang gehegten Traum erfüllt und mit „LUCID DREAMS“ durften wir das Ganze einweihen. Künftig finden hier regelmässig Ausstellungen, Konzerte und Lesungen statt und am 1.10. haben wir hier eine grandiose Vernissage gefeiert, bei der gefühlt das halbe Dorf auf den Beinen war – aber nicht nur das: die Gäste kamen aus der ganzen Republik und auch die Presse war und hat einen tollen Artikel über die Ausstellung verfasst. Chapeau, Michael! Das hatten wir nicht einmal in Köln (wo genau ist jetzt eigentlich die Provinz …?^^).
 
 

 
 
Übrigens: die Ausstellung in Trier (im Kunstraum KM9 von Laas Köhler) läuft noch bis zum 12. November unter dem Titel „Timeless Travelling“, einer Gemeinschaftsausstellung mit meinem lieben Kollegen Tom Klein, der Bilder aus seinem in Kürze erscheinenden Bildband „Transatlantic“ zeigt. Das Ganze ist kuratiert von Jean-Luc Caspers, der Toms und meine Bilder auf sehr spannende Art und Weise gegenüber gestellt hat. Wer interessiert ist und ggf. im November in der Nähe ist, sollte sich die Finissage am 11.11. nicht entgehen lassen!
 
 


 
 
Und …? Habt Ihr’s gemerkt? Ich war zwischendurch tatsächlich raus und habe eine Stunde im Café gesessen, die Sonne genossen und darüber nachgedacht, was ich noch alles schreiben kann in meinem Newsletter … ;)
 
 


 
 

 
 
LUCID DREAMS – ARTIKEL IM SCHWARZWEISS MAGAZIN
(Fast) ganz zum Schluss geht’s dann doch noch mal um meinen neuen Bildband. Patrick Brakowsky vom SCHWARZWEISS Magazin hat für Ausgabe #150 einen großartigen 8-seitigen Artikel verfasst, der mich tatsächlich aus den Latschen gehauen hat, weil er ohne nähere Erläuterungen von meiner Seite eine wirklich bemerkenswerte Interpretation geschrieben hat und natürlich sind Anna und ich über die netten Worte, die darin anklingen, sehr glücklich.
 
 

 
 
Das SCHWARZWEISS Magazin ist unabhängig davon wirklich eine extrem empfehlenswerte Publikation für alle Liebhaber der Schwarzweiss-Fotografie (und nicht nur für die). Ich gehöre zu den Lesern der allerersten Stunde und bin deshalb besonders glücklich, nach 2018 wieder Teil davon zu sein – zumal in einer Reihe stehend mit dem großartigen Kollegen Nick Brandt, der die Titelstory bespielt und den ich erst kürzlich in der formidablen Ausstellung in Baden (bei Wien) bestaunen durfte.
 
 

 
 
LUCID DREAMS – DER VORTRAG
Alles in allem lässt sich bereits jetzt feststellen, dass das Feedback für „LUCID DREAMS“ wirklich alle Erwartungen übertrifft. Auch meine Veranstaltung in Nürnberg am letzten Wochenende war ganz großartig. Zum ersten Mal habe ich den Bildband in Form einer kleinen Präsentation – und ganz ohne korrespondierende Ausstellung – vorgestellt und die Resonanz war derart gut, dass ich das in Zukunft sicher noch mal öfter machen werde – u.a. im nächsten Jahr, wenn ich auf Reisen bin (siehe oben). Gern auch in Eurem Stammlokal (sofern es da eine weisse Wand gibt) – meldet Euch bei Interesse gern bei mir!
 
 


 
 
KATHA IM PODCAST – 4 JAHRE DANACH
Zum Schluss noch ein Podcast-Tipp: Herb Schatten ist ein Kollege, der sich der Akt-Fotografie verschrieben und vor einiger Zeit einen Podcast mit dem Namen „Modellgespräche“ an den Start gebracht hat. In der vorletzten Folge nun war Katharina Danisch zu Gast. Genau DIE Katharina – Protagonistin meiner Bildbände „come undone“ und „what if?“ – und sie hat mehr als vier Jahre nach unserer Zusammenarbeit erstmals wieder darüber erzählt. Abgesehen davon, dass der Kollege das wirklich sehr gut macht mit seinen Interviews, war diese Folge für mich natürlich hoch-emotional – aber ich glaube tatsächlich, nicht nur für mich. Anders ist kaum zu erklären, warum die Bildband-Bestellungen nach der Ausstrahlung sprunghaft angestiegen sind. Was im Übrigen dazu führt, dass von „come undone“ nur noch SEHR wenige Exemplare verfügbar sind. Wer diesen Bildband auf seinem Zettel hat, sollte sich sputen – in Kürze heisst es „SOLD OUT“ (und es wird keinen Nachdruck geben!).
 

 
 


 
 
So, das war’s für dieses Mal – der vorletzte Newsletter in 2022 ist doch wieder ziemlich umfangreich geworden – reichlich Lesestoff und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele von Euch tatsächlich alles davon lesen. Und wie schon mal erwähnt: wenn es Euch gefallen hat, gebt mir gern mal Feedback!
 
In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif und bleibt mir gewogen!
 
 
Cheers!
Euer Andreas
 
 
PS: wer Zugriff auf die bisherigen Newsletter haben möchte, wird HIER fündig! Beginnend mit Folge #14 vom März 2020 Auch dieser Link wird selbstverständlich regelmässig gewechselt. Links, mit denen ich mir übrigens immer sehr viel Mühe gebe …^^